Eine Band – unzählige Soli

Zofingen | 10.08.2017 00:03, guez, 0 Kommentare

Toto beendeten die diesjährige Magic Night vor 6500 Personen mit einem komplizierten, intelligenten und nicht für alle eingängigen Auftritt.

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Es waren vor allem die Fetischisten von Soli – egal ob diese nun von der Gitarre, vom Keyboard oder vom Schlagzeug stammen – die sich an Toto ergötzen konnten. Unzählige solcher wurden dargebracht, perfekt gespielt und mit Inbrunst. Doch man merkte, dass ein Teil des Publikums auf die eingängigen Hits warteten und nach Roger Hodgson wenig Lust auf komplizierte Melodienstränge hatten.

Nun, «Hold the line» wurde gleich als zweiter Song «verbraten», wie es eine Zuschauerin ausdrückte. Für «Africa» und «Rosanna» musste wiederum etwas Geduld aufgebracht werden, da erst gegen Schluss gespielt. Dazwischen jene Songs, die viele nicht kannten, nichtsdestotrotz aber Meilensteine im Prog-, Hard- und AOR-Rocksegment darstellen, wie etwa «Home of the brave». Ob es an den kühlen Wetterverhältnissen lag oder an der Überraschung vieler, dass Toto in ihrer rund vierzigjährigen Karriere halt nicht nur allgemein kompatible Stücke komponierten, sondern immer wieder auf intelligente Weise ausscherten, dass die Stimmung leicht zurückhaltend war, ist schwierig abzuschätzen.

Dieses Ausscheren machten und machen sie aber auf eine professionelle Art und Weise, an der Performance der Amerikaner lässt sich nichts kritisieren. Und so standen etliche ihren Mann respektive ihre Frau und harrten den Klängen ab der Bühne, die kamen. Natürlich war die Euphorie bei den erwähnten Welthits am Grössten – die eingefleischten Toto-Fans sorgten aber dafür, dass die Party trotzdem stattfinden konnte. Wenn der Sound leider zu laut und zu schwammig aus den Lautsprechern kam.

Die Magic Night hat somit vier wirklich hochstehende Konzerte geboten, die den Besucherrekord mit 6500 Personen verdient hat. Und auch wettermässig kann man mittlerweile schon fast von Glück reden: Zwar wurde der gesamte Auftritt von Philipp Fankhauser verschifft, ansonsten hielt sich der Regen aber zurück. Und gegen die Feuchtigkeit und Kälte gibt es ja genug Gegenmittel…

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