Der Pragmatiker

Aarburg | 22.04.2016 07:00, no, 0 Kommentare

Stefan Steiner will für mehr Bürgernähe einstehen

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Stefan Steiners Lieblingsplätze in Aarburg befinden sich an der Woog und rund um die Festung. (Foto: no)

«Ich wäre kein Schönwettergemeinderat», sagt Stefan Steiner. In der Tat: Bei jeder Witterung läuft er täglich mit seinem Hund um die 15 Kilometer durch Aarburg. Da komme er jeweils mit vielen Leuten ins Gespräch. «Das ist es, was mich am jetzigen Gemeinderat etwas stört: Man sieht die Leute zu wenig.» Er möchte deshalb als Gemeinderat volksverbundener sein. Zwar sei er bei keinem Verein Mitglied, «aber ich habe auch keine Berührungsängste».

Steiners Lieblingsplätze in Aarburg befinden sich an der Woog und rund um die Festung. Auf die Frage, was Aarburg ausmache, sagt er: «Im Gegensatz zu den Nachbargemeinden hat Aarburg einen Kern, eine historische Vergangenheit.» Er finde den Ort sehr attraktiv. «Man kennt das Städtli, weiss, wo Aarburg liegt.» Was er, abgesehen von den Bürgern auf den Puls zu fühlen, anders machen würde als die jetzigen Gemeinderäte, «kann ich nicht sagen». Er wisse ja noch nicht genau, wie das Tagesgeschäft eines Gemeinderates aussehe. Sich in neue Gebiete einzuarbeiten, das könne er aber jeweils sehr schnell.

Neuland Politik

Politik ist für den Gemeinderatskandidaten Stefan Steiner Neuland. Da er aber seit 47 Jahren in Aarburg lebe, kenne er die Sorgen und Interessen der Leute hier bestens, sagt der zweifache Vater. Er ist Inhaber und Geschäftsführer der Progres Immobilien & Handels AG und war vorher im Textilbereich tätig.

In den Gemeinderat wolle er, weil «ich etwas für Aarburg machen, meinen Beitrag für diese Gemeinde leisten will. Denn sie liegt mir am Herzen». Und er wolle nicht nur kritisieren, «sondern es besser machen». Primär möchte Steiner die Bürger Aarburgs und ihre Interessen vertreten. Er ist zwar parteilos, sieht sich aber am nächsten bei den Bürgerlichen. Einer Partei beizutreten ist dennoch kein Thema für ihn. «Es geht mir um die Gemeinde- und nicht um Parteipolitik.» Dementsprechend hegt er auch keine Ambitionen für den Grossen Rat oder gar das Bundeshaus. Auch wenn er politisch noch nicht viel erreicht habe, «privat und geschäftlich bin ich zufrieden mit meinem bisherigen Werdegang», sagt Steiner. Er sei unabhängig und habe zwei Kinder, auf die er stolz sei. Sie sind 12 und 18 Jahre alt. In seiner Familie ist niemand politisch aktiv. «Interessiert sind aber alle. Das gehört einfach dazu.»

Respekt vor dem Gegenüber

Er könne sich schnell entscheiden, antwortet Steiner auf die Frage nach seinen Stärken. «Ich finde aber auch immer einen Konsens, wenn ich mal unterliege in einem Geschäft.» Er lege grossen Wert auf Pragmatik, arbeite lösungsorientiert und habe keine Berührungsängste. «Egal ob Arbeiter oder Direktor, ich habe keine Probleme, mit meinem Gegenüber respektvoll umzugehen.» Und Schwächen? Da habe er sicherlich auch welche, «aber nichts, was für das Amt als Gemeinderat hinderlich wäre», so Stefan Steiner.

Was er als Erstes anpacken würde, falls er gewählt wird, komme natürlich auf das Ressort an. Der abtretende Bruno Christen hatte Schule und Sicherheit unter sich. «Mein Wunschressort wäre Finanzen oder Soziales», sagt Stefan Steiner. Doch er nehme natürlich, was er bekomme. «Das ist wie im Bundesrat, wer zuletzt kommt, nimmt, was noch frei ist. Ich werde jedenfalls alles mit Herzblut in Angriff nehmen.» Ihm ist bewusst, dass seine Wunschressorts die grösste Herausforderung mit sich bringen würden. «Ich bin aber überzeugt, dass ich mich gut einbringen, ein paar Veränderungen bewirken könnte.»

Ohne Krawatte

Sein Leben würde sich mit einer Wahl nicht gross verändern, ist Steiner überzeugt. «Ich habe viel Zeit und möchte diese für etwas Sinnvolles nutzen. Da ich mit Immobilien arbeite, finden meine Termine oftmals abends statt.» Er werde aber, falls er gewählt werde, sicher nicht mit Krawatte rumlaufen. «Das tue ich ja jetzt auch nicht.»

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