Von keiner bis grosser Politik-Erfahrung

Reiden | 01.04.2016 10:57, rva, 0 Kommentare

Die Gesichter hinter den Namen der Kandidatenlisten (1/3)

bilder

1/5 Adrian Meyer

Am 1. Mai haben die Reider Stimmberechtigten die Qual der Wahl. Nicht weniger als zehn Frauen und Männer kandidieren als Gemeinderat. Einer davon, Bruno Aecherli, kandidiert als Gemeindepräsident und als Gemeinderat.

Er höre oft von 40-jährigen gut qualifizierten Männern, dass sie «Familie haben und Karriere machen müssen. Ich verstehe diese Kollegen, dass sie sich nicht auch noch für den Gemeinderat nominieren lassen». Markus Schwander (60) hat jahrzehntelange Führungserfahrung, ist in Reiden geboren und aufgewachsen. «Ich habe Zeit und die nötige Qualifikation», sagt der Jurist, der bei einer grossen Versicherungsgesellschaft 180 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter führt. Schwander ist ein Freund alter Traktoren und «ich bin ein Hündeler». Doch er ist auch ein Familienmensch. Ein Sohn studiert, der andere ist Lastwagenchauffeur.

Beachtlicher politischer Rucksack

Schwander hat einen beachtlichen politischen Rucksack. Fünf Jahre war er Co-Präsident der FDP Reiden, neun Jahre Schulpflegepräsident. «Wenn ich in den Gemeinderat gewählt würde, hätte ich das Problem Markus Schwander nicht mehr.» Er hat selber gemerkt, dass er an den Gemeindeversammlungen manchmal kein Einfacher ist für die Gemeinderäte.

Petra Wüest (40) hat eine Tasche zu Hause, auf der «Sackstark» geschrieben steht. «Natürlich kandidiere ich für die CVP», sagt die gelernte Pflegefachfrau. Die Tasche ist Teil einer Werbekampagne der Partei.

Schon Mutter war Gemeinderätin

Seit knapp zwei Jahren ist Petra Wüest in der Parteileitung der Reider Ortspartei, seit letzten Herbst Vizepräsidentin. Sie spielt gern Volleyball, liest und hält sich mit dem fünfjährigen Sohn draussen auf. Als Beweggrund für ihre Kandidatur gibt Wüest an, dass sie sich gerne engagiert und Verantwortung übernimmt. «Zudem war auch meine Mutter Gemeinderätin und in der Schulpflege.» Petra Wüest arbeitet seit 13 Jahren in der Luzerner Psychiatrie in St. Urban. Zurzeit leitet sie ein Projekt, das sich mit der strategischen Ausrichtung der Wohnpsychiatrie beschäftigt.

André Leiser, Aktion gesunde Gemeindefinanzen, 47-jährig, ist verheiratet und in Reidermoos wohnhaft. Wenn er in einer Partei wäre, dann bei der FDP. Seit 24 Jahren leitet er zusammen mit Bruno Loosli ein Transportunternehmen. Zum Gemeinderastmandat sagt er trocken: «Wir müssen schauen, dass wir miteinander vorwärtskommen.» Die eher schwierige politische Situation in Reiden beschreibt er auf seine leicht ironische Art: «Einen Hang zur Selbstzerstörung muss man schon haben, wenn man sich für so ein Amt bewirbt.»

Richtige Entscheide fällen

Als politisch interessiert bezeichnet sich Adrian Meyer (55). Er gehört der SVP Reiden an. Meistens sei er an den Gemeindeversammlungen dabei. Seit 1989 führt er in Reiden ein Werkzeug- und Haushaltscenter, das seine Eltern 1967 gegründet haben. Meyer fährt gern Ski, jasst und hat Interesse an Fussball und Tennis. Er hatte verschiedene Vorstandstätigkeiten inne. Zehn Jahre war er im Vorstand des Sportclubs Reiden. Meyer sagt von sich, dass er auch gut zuhören kann. Wichtig findet er, dass der Gemeinderat gut zusammenarbeitet und für die Gemeinde die richtigen Entscheide fällt.

Bruno Aecherli (45) ist seit 1. Juni 2014 im Gemeinderat. Er steht auf den Listen der IG Reiden und Aktion für gesunde Gemeindefinanzen. «Ich glaube an die Gemeinde. Wir haben ein intaktes Vereins- und Gesellschaftsleben.» Auch der Standort im Wiggertal sei super. Zur hohen Verschuldung Reidens sagt er: «Wenn man ein bisschen schauen muss, muss man kreativ sein.» Aecherli war zehn Jahre lang Kommandant der Feuerwehr Reiden und Wiggertal. 1996 führte die beiden Wehren von Reiden und Reidermoos zusammen. Per 1. Januar 2003 Reiden, Richenthal und Langnau. Bruno Aecherli ist verheiratet und hat einen Sohn und eine Tochter. Zu seinen Hobbys gehören Skifahren, Wandern und Biken.

 

 

 

Kommentare (0)

Kommentar schreiben