Warum reden?

Brittnau | 21.01.2016 09:48, Leserbrief, 2 Kommentare

Leserbrief von Iwan Christ, Brittnau  

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Gedanken zum Wochenkommentar von Michael Flückiger in der Ausgabe vom 16. Januar.

Miteinander reden statt schreiben. Warum, Michael Flückiger, schreiben Sie über sieben Wohnungseigentümer, ohne mit ihnen vorher gesprochen zu haben? Auch Sie haben unsere Ängste, Befürchtungen, Verzweiflung nicht verstanden. Das Haus an der Zofingerstrasse 7 in Brittnau ist nicht einfach ein Mietshaus. 7 von 10 Wohnungen werden von den Eigentümern bewohnt. Das Haus gehört uns, wir unterhalten, pflegen und hegen es. Neben der Eigentümerversammlung wird an weiteren zwei fix eingeplanten Zusammenkünften miteinander gesprochen. Auch die zwei Mieterparteien sind zu den Zusammenkünften eingeladen. Bis zum 8. Januar dieses Jahres bestand nicht mal eine Hausordnung. Wussten Sie, Michael Flückiger, dass in der nun von der Gemeinde gemieteten Wohnung bis vor kurzem die Eltern der Eigentümerin gelebt haben? Diese haben die Ruhe und Zufriedenheit in unserer Wohnungsgemeinschaft sehr geschätzt und genossen. An wen kann ich mich wenden, wenn meine Wohnung nicht mehr verkauf- oder vermietbar ist, nur weil Asylanten nebenan wohnen? In Brittnau hat es einige Häuser, in welchen nur eine oder zwei Personen wohnen. In einzelnen hätte es sicher auch Platz für Asylanten. Auch sind einige andere Mietwohnungen nicht bewohnt. Warum wohl ist niemand bereit diesen Wohnraum für Asylanten zur Verfügung zu stellen? Ein Grossteil der Bevölkerung hat Bedenken, Ängste, Befürchtungen. Der Gemeinderat ignoriert diese und stellt die Bevölkerung einfach vor vollendete Tatsachen. Es ist mir nicht klar, warum der Gemeinderat so kurz nach der Gemeindeversammlung vom 27. November 2015, an der die Containerlösung abgelehnt worden ist, plötzlich ohne die Zustimmung der Bevölkerung einen Hausteil erworben hat. Woher nimmt der Gemeinderat plötzlich die Legitimation dazu? Warum nicht schon früher, wenn es doch so einfach geht? Warum reden? Die Bevölkerung vor Tatsachen stellen ist viel einfacher als sie zu überzeugen. Mit dem Kauf von ganzen Hausteilen, mit der Miete von geräumigen, gut eingerichteten Wohnungen sendet der Gemeinderat Brittnau ein klares Zeichen: Kommt her, ihr lieben Asylanten, wir machen alles für Euch. Wollen wir Brittnauer das? «Brittnau – mis Dorf» lässt grüssen.

Iwan Christ, Brittnau

 

Kommentare (2)

B. Kerzenmacher
am 14.08.2016 um 13:54Uhr
Flüchtlinge in Como
Der 2014 verstorbene Journalist und Nahost-Experte Peter Scholl-Latour hat zur Migration gen Europa bereits alles deutlich gesagt:
"Wer halb Kalkutta aufnimmt, rettet nicht Kalkutta, sondern der wird selbst Kalkutta"
BKJ
am 05.02.2016 um 20:37Uhr
Ich finde dies empörend. Alles für Asylanten (Migranten/Wirschaftsflüchtlinge) und Schweizer Einwohner bleiben auf die Strecke mit überhöhte Krankenkassen Gebühren, unglaublich wuchererige Mietzinsen und Renter die sich nichts leisten können. Geschweige denn all die Arbeitslosen/Ausgesteuerten (sind immer noch arbeitslos) die mit 40 zu alt für die Schweizer Wirtschaft sind.
Wie wollt ihr euere Eigentum einmal verkaufen... oder kauft die Gemeinde eure Wohnungen ab zu die heutige normalen Preise in der Umgebung für ca. eine Million?
Das Asylanten in ein schönes Haus gesetzt werden ohne die Eigentümer zu fragen ist unglaublich frech und feindlich. Sollen diese doch die sogenannte Asylanten zu sich nach Hause nehmen.
Die Richtung die hier von Behörden eingeschlagen wird ist nicht annehmbar, ich hoffe dass ihr alle dagegen kämpft ohne die Asylanten zu schädigen denn sie sind nicht Schuld an diese Schritte der Gemeinde. Sonst gibt es bald Schweizer im Kartons auf die Strasse schlafend und Asylanten in tolle neubauten in jeder Luxus.

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