Mietet Gemeinde Brittnau eine «Luxuswohnung» für Asylsuchende?

Brittnau | 15.01.2016 08:48, Leserbrief, 1 Kommentar

Leserbrief der Stockwerkeigentümergemeinschaft Zofingerstrasse 7, Brittnau

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Archivbild

Wie uns zugetragen wurde, soll die Gemeinde Brittnau für eine 82 m² grosse Dreieinhalb-Zimmer-Wohnung einen Mietzins von monatlich über 2000 Franken bezahlen. Am Gerücht muss wohl etwas dran sein, da selbst Frau Gemeindeammann Astrid Haller in einem Zeitungsartikel von einer teuren Lösung gesprochen hat.

Die Eigentumswohnungen an der Zofingerstrasse 7 in Brittnau sind behindertengerecht gebaut, sodass ältere Personen in der Regel etwas länger hier wohnen können und erst später in ein Wohnheim umziehen müssen. Im Moment wohnen fünf Ehepaare, die über 60-jährig sind, hier. Die frei gewordene Wohnung wäre für ein älteres Ehepaar ideal gewesen. Interessenten hat es gegeben. Aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen hat die Besitzerin, die natürlich nicht hier wohnt, die Wohnung an die Gemeinde vermietet. Spielt in diesem Fall doch Geld eine Rolle?

Die Gemeinde hat im Moment eine fünfköpfige Familie untergebracht. Wir fragen uns mit Bangen, was für Personen folgen auf diese Familie? Dass aber diese Familie in das ruhige Haus grosse Unruhe bringt, versteht unserer Meinung nach jeder vernünftige Mensch. Obwohl alle Eigentümer, die ihre Wohnungen selber nutzen, gegen die Einquartierung von Flüchtigen sind, konnten wir den Einzug nicht verhindern. Die Gemeinde hat uns erst vier Tage vor dem Einzug schriftlich informiert.

Bei der Suche nach Standorten für die Wohncontainer wurden die Anwohner frühzeitig informiert. Wir wurden vor vollendete Tatsachen gestellt. Deshalb fragen wir uns, sind wir hier an der Zofingerstrasse nur Bürger zweiter Klasse?

Auf unseren Brief (Versand eingeschrieben am Samstag) und ein E-Mail vom Sonntagnachmittag haben wir, Stand Mittwochabend, vom Gemeinderat nichts gehört. Warum werden wir hängengelassen? Warum nimmt der Gemeinderat unsere Befürchtungen, Ängste, Verzweiflungen und Wut nicht ernst? Wir sind schockiert und tief traurig über dieses Vorgehen. Frau Gemeindeammann Astrid Haller wird in einem Zeitungsartikel vom Dienstag zitiert: «Es weht ein kalter Wind in Brittnau.»

Ja, an der Zofingerstrasse ist der Wind sehr, sehr kalt geworden. Den Eigentümern weht dort vom Gemeinderat Brittnau ein eiskalter Wind entgegen.

Die Stockwerkeigentümergemeinschaft Zofingerstrasse 7, Brittnau: Peter Schafroth, Brigitte Kälin Schafroth, Marianne und Iwan Christ, Heidi und Ruedi Felder, Diana und Markus Hodel, Meta und Ueli Meyer, Ursula und Roland Schuppiser, Paul und Susanne Studer.

Kommentare (1)

B. Kerzenmacher
am 29.03.2016 um 12:25Uhr
Man kann es drehen und wenden wie man will. Es ist hauptsächlich die Bevölkerungsexplosion der Menschheit und der daraus erwachsenden Folgen wie Kriege, die Menschen zur Flucht treiben. Dem müssten sich die Menschen bewusst werden. Klimagipfel, Flüchtlingskontingente etc. sind lediglich Symptombehandlungen und mögen gut gegenüber Wahlvolk und dem eigenen Gewissen sein.
Umso mehr bekommt man auch dem Gefasel von Experten ob des angeblichen "demographischen Wandel" und "Fachkräftemangel" in Europa nichts ab.

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