Hoffe, dass wir den Flüchtlingen mit Anstand begegnen

Brittnau | 14.01.2016 11:43, Leserbrief, 1 Kommentar

Leserbrief von Jürg Siegenthaler, Brittnau

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Archivbild

Ich lebe seit 25 Jahren in Brittnau und es gefällt mir in dieser Gemeinde und ich fühle mich wohl. Seit heute fühle ich mich nicht mehr so wohl, nachdem ich lesen konnte, dass der Gemeinderat rechtliche Schritte gegen Personen wegen Drohungen und Beschimpfungen im Zusammenhang mit Flüchtlingsunterkünften ergreift.

Mit Drohungen und Beschimpfungen seinen Unmut zu äussern geht gar nicht. Sich anständig auszudrücken bringt mehr als Drohungen auszusprechen, aber das ist Charaktersache.

Mit dem Kauf des Hauses und der Miete einer Wohnung hat der Gemeinderat das getan, was von einem Gemeinderat verlangt wird, nämlich handeln. Er hat klug gehandelt, mit diesen Liegenschaften erfüllt er den Wunsch der breiten Bevölkerung, die Flüchtlinge dezentral im Dorf unterzubringen. Ich hoffe, dass im Dorf wieder Ruhe einkehrt und dass wir alle den Flüchtlingen mit Anstand begegnen.

Jürg Siegenthaler, Brittnau

 

Kommentare (1)

B. Kerzenmacher
am 15.04.2016 um 19:00Uhr
Man muss endlich zur Kenntnis nehmen, dass die EU/Europa sich mit dem anhaltenden Zuzug der Flüchtlinge unwiderruflich verändern wird, ob es einem passt oder nicht. Man sieht ja schon heute viele verschleierte und Kopftuch tragende Muslime im Strassenbild der europäischen Grossstädte, wie keiner sich jemals hätte träumen lassen, viel mehr als zu den prüden Zeiten der Blümchenkleider, die zum Glück ein für allemal vorbei sind. Im Übrigen kann jede europäische Frau auch ein Stück weit selbst beeinflussen, wie sie auf Männer wirkt. Niemand hindert sie daran, etwas mehr Rücksicht auf Flüchtlinge und Muslime zu nehmen und ihnen mit mehr Anpassung, Verständnis und Liebe zu begegnen.

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