30-jähriger Kriminaltourist und Drögeler zu fünf Jahren Haft verurteilt

Zofingen | 22.08.2016 00:00, fup, 0 Kommentare

Er fälschte Ausweise, geschäftete mit Heroin und brach in rund drei Dutzend Häuser ein: Dafür erhielt der 30-Jährige albanischer Herkunft im Rahmen eines «Deals» eine unbedingte Haftstrafe. Er habe «viel Blödsinn gemacht», meinte er vor Gericht.

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Das Bezirksgericht Zofingen verurteilte den Angeklagten zu fünf Jahren Haft. zt

Adnan F.* und seine Komplizen brachen im Sommer und Herbst 2014 über drei dutzend Mal in Häuser ein – unter anderem in Rothrist, Aarburg und Oftringen. Skrupel kannten sie keine: Nebst Schmuck und Bargeld liessen sie auch Kinderportemonnaies mit Taschengeld, Kleider, Fahrräder und Identitätskarten mitgehen.

Seit August 2015 in U-Haft

Adnan F. hatte sich am Bezirksgericht Zofingen unter anderem wegen mehrfachen, teils versuchten und bandenmässigen Einbruchdiebstahls und Sachbeschädigung mit einem Gesamtschadenswert von über 100 000 Franken zu verantworten. Der 30-jährige Mann erschien mit zusammengeketteten Beinen in Begleitung der Polizei. Er verzichtete mit dem Antrag um ein abgekürztes Verfahren auf Rekursmöglichkeiten. Das Gericht hatte lediglich die Aufgabe, die Echtheit seines Geständnisses zu prüfen. Das Strafmass wurde vor der Verhandlung festgelegt: auf fünf Jahre Haft – das Maximum bei dieser Art «Deal» zwischen Staatsanwalt und Angeklagtem.

Autodiebstahl, Drogenbesitz, Waffengewalt

Zu den Anklagepunkten zählt nebst dem banden- und gewerbsmässigen, teils versuchten mehrfachen Einbruchdiebstahls auch Schachbeschädigung, Hausfriedensbruch, Autodiebstahl, rechtswidrige Einreise und Aufenthalt sowie der Gebrauch von gefälschten Ausweisen. Ebenso der unbefugte Besitz von Betäubungsmitteln – Heroin im Wert von rund 7500 Franken – und Widerhandlung gegen das Waffengesetz.

Das Gericht sprach den Angeklagten für schuldig. Das Geständnis sei plausibel. Einen Teil seiner fünfjährigen Haftstrafe hat Adnan F. bereits im vorzeitigen Strafvollzug abgesessen.

* Name geändert 

Mehr zum Gerichtsfall und Hintergrund zum verkürzten Verfahren im ZT/LN vom Dienstag 23. August.

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